Casal, colònies, campamento, campus: die Arten von Kinderferienlagern in Spanien erklärt
Spanische Ferienangebote haben viele Namen. Hier erfahren Sie, was jeder bedeutet, wer ihn veranstaltet, wie lange er dauert und welcher zu Ihrem Kind und Ihrem Urlaub passt.
Wer in Spanien ein Sommercamp sucht, begegnet einem ganzen Vokabular: casal, colònies, campamento, campus, escuela de verano, granja escuela. Das sind keine Marketingbegriffe – jeder steht für eine andere Art von Programm, mit eigenen Zeiten, einem eigenen Preisniveau und einer anderen Art von Veranstalter. Wenn Sie sie kennen, finden Sie das passende Camp viel leichter und verstehen auch die Webseiten der Veranstalter, die oft nur auf Spanisch oder Katalanisch sind.
Tagescamps: Am Nachmittag sind die Kinder wieder zu Hause
- Casal d’estiu (Katalonien, Valencia, Balearen) – das klassische Sommer-Tagescamp von Schulen, Sportvereinen, Gemeinden und Freizeitverbänden. Meist von Montag bis Freitag, 9:00–13:00 Uhr oder bis 17:00 Uhr mit Mittagessen.
- Campamento urbano oder escuela de verano (übriges Spanien) – dasselbe Konzept unter anderem Namen, sehr oft von der Gemeinde für Familien vor Ort organisiert, manchmal auch für Besucher offen.
- Campus – ein Tagescamp mit Schwerpunkt auf einer Sportart oder einem Thema: Fußball, Basketball, Tennis, Padel, Schwimmen, Robotik, Englisch. Veranstaltet von Vereinen, Akademien und Universitäten, oft mit ausgebildeten Trainern.
- Aktivitätsschulen – Segel-, Surf-, Kajak- und Tauchschulen an der Küste bieten Wochenkurse oder einzelne Vormittage an, ideal, wenn Sie nur wenige Tage vor Ort sind.
Tagescamps sind für Familien im Urlaub die einfachste Lösung: Die Abende gehören Ihnen gemeinsam, Ihr Kind probiert vormittags etwas Neues aus, und meist können Sie Woche für Woche buchen. Viele nehmen Kinder ab 3 oder 4 Jahren auf.
Camps mit Übernachtung: Das Kind bleibt über Nacht
- Colònies (Katalonien) – ein Aufenthalt von mehreren Tagen bis zu zwei Wochen in einer casa de colònies, einem großen Landhaus mit Schlafsälen, geleitet von einem pädagogischen Team. Üblich für Kinder von 6 bis 14 Jahren.
- Campamento – ein Camp mit Übernachtung, entweder in einer Herberge oder im Zelt, mit Wandern, Spielen, Wasseraktivitäten und abendlichem Lagerfeuer. Üblich sind Turnusse von 7, 10 oder 15 Tagen.
- Granja escuela – eine Bauernhofschule, in der jüngere Kinder Tiere versorgen, Brot backen und die Natur kennenlernen, meist für 3 bis 7 Tage.
- Sprach- und Sportcamps mit Unterkunft – intensive Wochen für Englisch, Spanisch, Surfen oder Fußball, oft mit Kindern aus mehreren Ländern.
Camps mit Übernachtung eignen sich für Kinder, die schon einmal auswärts geschlafen haben, meist ab 7 oder 8 Jahren. In den meisten sind Vollpension, Transport ab einem Treffpunkt, Versicherung und Betreuung rund um die Uhr im Preis enthalten.
Familienprogramme und einzelne Tage
Manche Hotels, Naturzentren und Outdoor-Anbieter veranstalten Familienaktivitäten oder verkaufen einzelne Tage, sodass jüngere Geschwister mitmachen oder Eltern teilnehmen können. Auf unserer Suchseite erscheinen diese als „Familienprogramm“ und „Kurse oder einzelne Tage“.
So wählen Sie aus
- Zuerst das Alter: Wählen Sie auf der Suchseite das Alter Ihres Kindes aus, dann sehen Sie, welche Camparten dafür infrage kommen.
- Urlaubsrhythmus: Für einen Urlaub von ein oder zwei Wochen passt meist ein Tagescamp oder eine Aktivitätsschule am besten; ein Camp mit Übernachtung ist sinnvoll, wenn Ihr Kind ein eigenes Abenteuer erleben möchte.
- Sprache: Prüfen Sie die Unterrichtssprache und den Filter „Auch für Kinder ohne Spanischkenntnisse“.
- Entfernung: Suchen Sie auf der Karte nach Camps in der Nähe Ihrer Unterkunft – die meisten Tagescamps bieten keine Abholung am Hotel an.
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